Jose Olivér: Ein Porträt & Martina Hefter „In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen“ (10. September 2021, Literaturhaus Stuttgart)

Alle September wieder — in diesem Jahr stelle ich im Rahmen der Stuttgarter Lyriknacht den diesjährigen Träger des Heinrich-Böll-Preises dem Publikum in einem Werkstattgespräch vor. Mit Martina Hefter werde ich über ihren neuen Gedichtband „In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen“ sprechen. Außerdem an diesem Abend mit von der Partie: Ursula Krechel und Walle Sayer. Näheres dazu hier.

Über Rechte schreiben. Wie kann Literatur dem Populismus begegnen. (8. Juli 2021, Online-Veranstaltung der Bürgeruni Frankfurt am Main)

Populist*innen führen einen Kampf mit den Mitteln der Sprache. Sie kreieren politische Fiktionen über das vermeintliche Volk und seine Feinde. Schriftsteller*innen sind ihrerseits  Fiktionskünstler*innen. Sie erschaffen imaginäre Welten, die Identitäten aufzubauen und einzureißen vermögen. Sind sie damit prädestiniert, populistischen Bewegungen  entgegenzutreten? Und welche gesellschaftliche Funktion kommt ihnen angesichts des von Populist*innen vorangetriebenen Kulturkampfes zu? Die Verteidiger einer demokratischen Streitkultur fordern dazu auf, „mit Rechten zu reden“ (Per Leo et al.). Daraus ableitbar ist der Appell an Literaten, „über Rechte zu schreiben“. Doch sollte die Literatur wirklich für sich in Anspruch nehmen, als „Empathiemaschine“ gesellschaftliche Spaltungen imaginativ zu überbrücken? Liegt ihr Versprechen nicht viel mehr darin, Reflexionsräume zu schaffen, die das demokratische Miteinander atmen lassen?
Auf dem Podium diskutieren Tanja Dückers (Schriftstellerin), Lukas Rietzschel (Schriftsteller), Dr. Jan Wilm (Schriftsteller und Übersetzer) und ich mit Prof. Dr. Johannes Völz (Amerikanist, Goethe-Universität)