Beate Tröger, geboren in Selb/Oberfranken, studierte Germanistik, Anglistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Erlangen und Berlin und schloss ihr Studium an der Freien Universität Berlin mit einer Magisterarbeit über Paul Celans Georg-Büchner-Preisrede „Der Meridian“ bei Prof. Marlies Janz ab.
Sie ist Literaturkritikerin, Moderatorin und Jurorin und lebt in Frankfurt am Main.
Journalistische Erfahrungen sammelte Beate Tröger bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bei der Süddeutschen Zeitung, der Berliner Zeitung, bei Der Neue Tag, Weiden und der Zeitschriftenredaktion von Schott Music.
Kritik
Beate Tröger verfasst Rezensionen, Interviews und Features für die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, den FREITAG, die Frankfurter Hefte, den Deutschlandfunk, den SWR und den WDR. Beate Tröger ist Mitglied im Redaktionsbeirat der Frankfurter Hefte und seit 2019 freie Redakteurin für den Kulturteil der Zeitschrift. 2025 wurde ihr der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik zugesprochen. Im März und April 2025 Max Kade-Professorin für Literaturkritik an der Washington University, St. Louis. Im Herbst 2026 gibt sie gemeinsam mit Alexandru Bulucz das Jahrbuch der Lyrik heraus.
Feature
Beate Tröger schreibt Features für den SWR und Deutschlandfunk Kultur:
Sehnsucht. Über ein starkes Gefühl in der Literatur (SWR, 2021, 55 min)
Vom Gehen und Bleiben. Ungarische Literatur der Gegenwart (SWR, 2023, 55 min)
Im Wasser. Autoren erzählen vom Schwimmen (SWR, 2024, 55 min)
Unterwegs. Mit Anne Weber auf den Spuren von „Bannmeilen“ (SWR, 2025, 55 min)
Bis an die Decke und quer obenauf. Die Lyriksammlung von Wulf Kirsten in der Herzogin Anna Amalia-Bibliothek Weimar (DLF Kultur, 2026, 30 min)
Jurytätigkeiten
Beate Tröger verantwortet mit Christian Döring und Kurt Drawert das Lektorat für den Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt. Sie ist außerdem Jurorin der SWR-Bestenliste, sie kürte in wechselnden Konstellationen mit Carolin Callies, Björn Jager, Alf Mentzer und Christian Metz die Träger des Wiesbadener Orphil-Preises für Lyrik.
2018 war Beate Tröger eine der Jurorinnen beim Münchner Lyrikpreis und 2018, 2020 und 2021 für den GWK-Förderpreis Literatur, 2019 gehörte sie den Jurys für den Gertrud Kolmar Preis (einmalig vergeben) und für den Peter-Huchel-Preis (2019-2023) an, seit 2021 ist sie der Jury für den Brüder Grimm-Preis der Stadt Hanau und der Jury für das „Buch des Monats“, Darmstadt, seit 2024 der Horst-Bienek-Preis-Jury der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Jury zur Vergabe der Villa-Aurora-Stipendien für Literatur, Los Angeles, seit 2026 der Arno-Reinfrank-Jury, der Jury der Schillerstiftung und des Günter-Kunert-Literaturpreises.
Wissenschaft
Aufsätze und Lexikoneinträge entstanden zu
Nico Bleutge, Paul Celan, Daniela Danz, Ted Hughes, Peter Kurzeck, Ursula Krechel, Friederike Mayröcker, Olga Martynova und Kerstin Preiwuß, Sabine Scholl und Peter Waterhouse und zur Lyrikkritik.
Herausgeberschaften
Gemeinsam mit Alexandru Bulucz: Jahrbuch der Lyrik 2026
Mit Alexandru Bulucz und in Evgenia Lopata hat Tröger im Oktober 2020 einen Sammelband zum 100. Geburtstag von Paul Celan herausgegeben, der als Literaturbote 138 im Hessischen Literaturforum erschienen ist.
Im September 2022 erschien die Anthologie „Fee Nummer 13“. Im Herbst 2024 erschien ein weiterer Literaturbote unter ihrer Herausgeberschaft.
Dozententätigkeiten
An der Justus Liebig-Universität Gießen unterrichtete Tröger im Wintersemester 2019/20 Literaturkritik. Sie war außerdem Gastdozentin der Berliner Akademie für Lyrikkritik und am mediacampus, Frankfurt am Main.
Im Jahr 2008 war Beate Tröger in Graz bei dem Feuilletonmagazin „schreibkraft“ die Lesestipendiatin. Lesen!
Ein Porträt auf dem Frankfurter Portal Bookster, über Menschen, die beruflich mit Büchern zu tun haben, kann man hier lesen!
Von 2000 bis 2021 war Beate Tröger für die Kommunikation des Frankfurter Architekturbüros Jo. Franzke zuständig, zunächst als Mitarbeiterin, dann als Verantwortliche für die gesamte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Büros. In dieser Funktion verantwortete sie zahlreiche monografische Architekturpublikationen von der Konzeption bis zu deren Erscheinen.

