Über mich

Willkommen!

Hier finden Sie einen Überblick über meine Arbeit als freie Literaturkritikerin, Jurorin und Moderatorin und bekommen Einblicke in mein Archiv.

Nach Stationen im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bei der Berliner Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, dem Neuen Tag in Weiden und der Zeitschriftenredaktion von Schott Music in Mainz, rezensiere ich derzeit für Print (der Freitag, Literaturblatt Baden-Württemberg, Frankfurter Hefte) und  Hörfunk (DLF, SWR, WDR, hr).

Für die Frankfurter Hefte gestalte ich seit Juni 2019 den Kulturteil der Zeitschrift redaktionell mit.

Ich arbeite als Moderatorin und bin Mitglied der Jury für den Orphil-Preis der Stadt Wiesbaden, den Peter-Huchel-Preis und den 2019 vergebenen Gertrud-Kolmar-Preis.

Im Wintersemester 2019/20 unterrichte ich Literaturkritik an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Über Nachrichten und Anfragen freue ich mich.
Kontaktieren Sie mich gerne.

Gertrud-Kolmar-Preisverleihung (27. September 2019, Literaturhaus Hamburg)

Ulrike Draesner wurde für ihr Gedicht »Doggerland« mit dem ersten Gertrud Kolmar Preis ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptreis wurde ihr am 27. September im Rahmen eines feierlichen Festakts zu Ehren Gertrud Kolmars im Literaturhaus Hamburg verliehen. Pega Mund erhielt für Ihre Einreichung »Fünf Pigmente« den mit 4.000 Euro dotierten zweiten Preis. Ronya Othmann ist mit ihrem Gedicht »Ich habe gesehen« mit dem mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis prämiert worden.

„Flügelschlag des Schmetterlings.“ Über die Ausstellung Alexander Calder – Pablo Picasso im Musée Picasso in Paris (Frankfurter Hefte, September 2019)

Den August 2017 habe ich in Berlin verbracht und von dort aus die Ausstellung „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ im Museum Barberini besucht. Damals blieb ich „hängen“ an einer Arbeit von Alexander Calder, dessen Werk mir bis dato kaum bekannt gewesen war. „Rote Polygone“, entstanden um 1950, faszinierte mich in einer zunächst nicht näher bestimmbaren Weise so sehr, dass ich gegen Ende der Ausstellung noch einmal in den ersten oder zweiten Ausstellungsraum zurücklief und mich zu fragen begann, was genau mich daran so bewegte. Daraus wurde eine längere Recherche, die im Besuch einer Ausstellung in Paris im Juli 2019 gipfelte — Melbourne, wo 2019 eine große Calder-Einzelausstellung gezeigt wurde, war dann doch zu weit –, aus der dann wiederum dieser Artikel für die Frankfurter Hefte entstanden ist.

Peter Kurzeck „Der vorige Sommer und der Sommer davor“ und „Als Gast“ (25. August 2019, SWR2, lesenswert)

Für den SWR habe ich Peter Kurzecks Nachlassroman im Zusammenhang mit der Neuauflage von „Als Gast“ besprochen, es ist weniger eine Einzelbesprechung als eine Mischung aus Rezension und Porträt dieses Autors, der für mich wie kein zweiter meinen Blick auf Frankfurt geprägt hat, dessen Romane mich regelrecht dazu gezwungen haben, diese Stadt genauer anzuschauen, in die ich im Oktober 2000 mit dem Vorsatz gekommen bin, für ein Jahr zu bleiben. Das ist jetzt 19 Jahre her. Man lese einmal Kurzeck und gehe danach probeweise durch Frankfurt. Man wird die Stadt dann lieber mögen, schöner verabscheuen, es besser in ihr aushalten, wie sie es umgekehrt zwar ohne ihn aushält, aber auch Frankfurt täte es besser, wenn Kurzeck noch scharf und milde darauf schaute und das Gesehene aufschriebe. Er fehlt.
Zu meinem Beitrag geht es hier.

„Untröstliche Kröten“. Über Peter Kurzecks „Der vorige Sommer und der Sommer davor (August 2019, der FREITAG,)

„Wenn Hölderlin den schönsten Ton deutschsprachiger Poesie hat, dann stehen diese Prosa-Seiten, was Tonschönheit und Verzauberung angeht, auf einer Höhe mit ihm. Unfassbare Prosa“ schreibt Andreas Maier über Peter Kurzecks Werk im Zusammenhang mit dem Erscheinen von Kurzecks Roman „Der vorige Sommer und der Sommer davor“. So etwas hätte ich mich wohl nicht zu schreiben getraut. Aber zustimmen will ich unbedingt. Hier meine Rezension des Nachlassromans eines der größten Autoren der Nachkriegsmoderne.