Mely Kiyak „Frau sein“ und Deniz Ohde „Streulicht“ (Januar/Februar 2021, Frankfurter Hefte)

Über zwei Bücher, die über die Bedingungen der Sozialisation von Frauen nachdenken, schreibe ich in den Frankfurter Heften. Mely Kiyaks Bericht ihres Werdegangs zur Autorin und Deniz Ohdes Roman „Streulicht“ lassen sich in gewisser Hinsicht gut vergleichen. Sie zeigen, dass sich etwas getan hat in Sachen Emanzipation, sie zeigen aber auch, dass der Weg, sich aus den lähmenden Fesseln der eigenen Herkunft zu lösen, noch immer gerade Frauen eine Menge Kraft abverlangt. Mehr dazu hier oder im Heft, das auf der Seite bestellt werden oder in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen erworben werden kann.

Tove Ditlevsen „Kindheit“ (16. Januar 2021, WDR 3, Gutenbergs Welt)

Insa Wilke hat für „Gutenbergs Welt“ mit mir über den ersten der drei Bände der „Kopenhagener Trilogie“ von Tove Ditlevsen gesprochen. „Kindheit“ ist ein Buch, das mich fasziniert, ebenso wie die beiden folgenden Bände „Jugend“ und „Abhängigkeit“. Ursel Allenstein hat diese Texte, die bereits Ende der 1960er bzw. Anfang der 1970er erschienen sind und Dokumente eines autofiktionalen Schreiben ante festum sind, hervorragend übersetzt. Das hier ist eine Leseempfehlung! Bzw. auch eine Hörempfehlung, denn alle drei Teile erscheinen auch als Hörbücher, eingelesen von Dagmar Manzel.
Wer sich die Sendung anhören will, bitte: hier.

Paul Celan („Der Literaturbote“, No. 138, November 2020)

Im Herbst 2019 haben Alexandru Bulucz und ich uns überlegt, wie wir Paul Celan zum 100. Geburtstag gratulieren könnten. Wir kamen auf die Idee, Bekannte und Freunde um Beiträge zu bitten. Ein Jahr später, drei Wochen vor Paul Celans Geburtstag am 23. November konnten wir den Literaturboten weitergeben, in dem auf ganz unterschiedliche Weise über Celans Werk nachgedacht wird. Näheres dazu hier.