Drei Bücher über Trauer und Tod (04. September 2020, Die Republik)

In Gottfried Benns Gedicht „Was schlimm ist“ heißt es in der letzten Strophe:

„Am schlimmsten:
nicht im Sommer sterben,
wenn alles hell ist
und die Erde für Spaten leicht.

Ich habe für das großartige Schweizer Online-Magazin „Die Republik“ im Sommer 2020 drei Bücher gelesen, die über Tod und Sterben nachdenken. Zum Glück im Sommer, denn die Sonne und die Wärme haben es mir zwar anderes leicht gemacht, als es die Sonne mit der Erde für den Spaten tut, aber eben doch leichter. Vor allem das Buch „Mutter. Eine Chronik“ von Melitta Breznik gehört zu den bisher lesenswertesten Büchern, die mir 2020 untergekommen sind. Zum Artikel geht es hier.

Schmelze. Neue Gedichtbände deutschsprachiger Autor*innen (5. März 2020, DER FREITAG)

Wo soll man anfangen, wenn in diesem Frühjahr über deutschsprachige Lyrikbände gesprochen werden soll, über jüngst erschienene Bände und dringend erwartete? Bei „liedvoll, deutschyzno“ von Dagmara Kraus (KOOKbooks), bei „Tautropfen“ von Kerstin Preiwuß (Piper Verlag), bei „Ousia“ von Verena Stauffer, oder bei „Approximanten“ von Saskia Warzecha (Matthes& Seitz), bei „Was Petersilie über die Seele weiß“ von Alexandru Bulucz (Schöffling) oder „bezüglich der schatten“ von Levin Westermann, um nur einige zu nennen?
Vorerst habe ich mich so entschieden.

Im Kleide der Lulu (2. Februar 2020, Villa Clementine, Wiesbaden)

Katharina Adler, Theresia Enzensberger und Thomas Meinecke haben im Rahmen des Jugendstiljahres Wiesbaden 2020 je einen Text geschrieben, der sich mit Weiblichkeitsmustern bzw. Geschlechterrollen um die Jahrhundertwende befasst. Das Ergebnis stellen die drei am 2. Februar im Literaturhaus vor, ich moderiere die Lesung und diskutiere anschließend mit den dreien über ihre Arbeiten. Näheres dazu hier.

Notizen zu Theodor W. Adornos „Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit“ und Andreas Maiers „Die Familie“ (Frankfurter Hefte, Juli/August 2019)

In Ausgabe 7/8 mache ich mir Gedanken zu Andreas Maiers jüngstem Teil seines Zyklus „Ortsumgehung“. Ich möchte behaupten, dass die Sprache dieses Romans eine Art Gegensprache zu der des Verdrängens darstellt. Den Roman empfehle ich sehr zur Lektüre, er gehört für mich zu den wichtigsten, die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe. Ein Link zum Essay findet sich hier.