Gespräch mit Alexander Wasner über „Zum Paradies“ von Hanya Yanigahara (7. Januar 2022, SWR 2, lesenswert Magazin)

Kitsch oder Kunst? Oder beides? Von fast allem viel hat Hanya Yanagihara auf über 900 Seiten zu Papier gebracht. Alexander Wasner und ich nähern uns dem Wälzer „Zum Paradies“ (Claasen Verlag) im Gespräch im Rahmen des lesenswert-Magazins, in dem auch Michel Houellebecqs neuer Roman „Vernichten“, Ronja von Rönnes Roman „Ende in Sicht“ und Mary Ruefles wie die F.K. Waechtersche subtile Katze zwischen allen Stühlen sitzendes Buch „Mein Privatbesitz“ besprochen wurden. Nachzuhören ist die Sendung hier.

SWR Bestenliste Januar (2. Januar 2022, 17:05 Uhr, SWR 2)

Kirsten Voigt, Martin Ebel und ich haben mit Carsten Otte über vier Bücher der SWR-Bestenliste gesprochen:
Olga Tokarczkus Essayband „Übungen im Fremdsein“ (Kampa), Jenny Erpenbecks „Kairos“ (Penguin), Simone de Beauvoirs „Die Unzertrennlichen“ (Rowohlt) und Julia Francks „Welten auseinander“ (S. Fischer). Nachzuhören ist die Sendung, die einmal mehr im Studio aufgezeichnet werden musste, hier.

Über Rechte schreiben. Wie kann Literatur dem Populismus begegnen. (8. Juli 2021, Online-Veranstaltung der Bürgeruni Frankfurt am Main)

Populist*innen führen einen Kampf mit den Mitteln der Sprache. Sie kreieren politische Fiktionen über das vermeintliche Volk und seine Feinde. Schriftsteller*innen sind ihrerseits  Fiktionskünstler*innen. Sie erschaffen imaginäre Welten, die Identitäten aufzubauen und einzureißen vermögen. Sind sie damit prädestiniert, populistischen Bewegungen  entgegenzutreten? Und welche gesellschaftliche Funktion kommt ihnen angesichts des von Populist*innen vorangetriebenen Kulturkampfes zu? Die Verteidiger einer demokratischen Streitkultur fordern dazu auf, „mit Rechten zu reden“ (Per Leo et al.). Daraus ableitbar ist der Appell an Literaten, „über Rechte zu schreiben“. Doch sollte die Literatur wirklich für sich in Anspruch nehmen, als „Empathiemaschine“ gesellschaftliche Spaltungen imaginativ zu überbrücken? Liegt ihr Versprechen nicht viel mehr darin, Reflexionsräume zu schaffen, die das demokratische Miteinander atmen lassen?
Auf dem Podium diskutieren Tanja Dückers (Schriftstellerin), Lukas Rietzschel (Schriftsteller), Dr. Jan Wilm (Schriftsteller und Übersetzer) und ich mit Prof. Dr. Johannes Völz (Amerikanist, Goethe-Universität)