Ingeborg Bachmann suchte bereits früh nach einer eigenen und genauen Sprache. Aus dieser Suche gingen zu Beginn ihres Schaffens jene Gedichte hervor, die 1953 unter dem Titel Die gestundete Zeit erschienen. Am 26. Dezember 1952 notiert die damals 26-jährige Autorin, warum schnelles Verstehen, das Wiedererkennen derselben Sprache bei anderen ihre eigene Bereitschaft zum Sprechen mindere: „Ich glaube, es liegt daran, daß die schnellgefundene Sprache schnell zum Spiel und zur Unverbindlichkeit, ja zur Ungenauigkeit verleitet.“
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