Interview mit Heinz Strunk (Üben & Musizieren)

Mit dem 2004 erschienenen autobiografischen Buch „Fleisch ist mein Gemüse“, das den Untertitel „Eine Land­jugend mit Musik“ trägt, wurde der 1962 unter dem Namen Mathias Halfpape geborene Musiker und Humorist Heinz Strunk zu einem Bestsellerautor. Strunk, der nach Abitur und Musikstudium als Musiker und Komponist arbeitete, schildert in Fleisch ist mein Gemüse satirisch seine Kindheit und Jugend, seine musikalische Entwicklung mit Unterricht auf Geige und Saxofon, besonders aber die Zeit, in der er seine Existenz als Unterhaltungsmusiker in der drittklassigen Showband Tiffanys sicherte. Mit Tiffanys tourte Strunk durch die Bierzelte und Tanzsäle Norddeutschlands. Seine Beobachtungen, deren nachdenklicher Unterton unüberhörbar ist, erzählen von einem Segment der Musik, das auf den ersten Blick keiner Reflexion bedarf – die Lektüre von „Fleisch ist mein Gemüse“ belehrt einen schnell eines Besseren. Im Jahr 2008 wurde Strunks Bestseller von Christina Görlitz verfilmt. Der Film, in dem Strunk auch selbst auftritt, erhielt das Prädikat „Wertvoll“. Zurzeit ist Strunk vor allem als Autor präsent, nach „Fleisch ist mein Gemüse“ (2004) erschienen die Romane „Die Zunge Europas“ (2008) und „Fleckenteufel“ (2009). Letzteren stellt Strunk im Rahmen umfangreicher Lesereisen vor. Zum Beitrag!

Grazer Galopp (Schreibkraft)

Als glückliche Gewinnerin des ersten und einzigen Lesestipendiums habe ich eine der schönsten Reisen meines bisherigen Lebens nach Graz unternommen und dort drei Wochen lang bezahlt gelesen. Man feierte das zehnjährige Bestehen der großartigen und klugen Zeitschrift schreibkraft und lobte in diesem Zusammenhang eben jenes phänomenale Lesestipendium aus. Hier Bilder von der Feier, hier mein Resümee. Lesen!

Aufsatz „Gehen, um zu schreiben“. Peter Kurzecks autobiographisches Romanprojekt (Böhlau Verlag)

Mit dem Aufsatz „Gehen, um zu schreiben“. Peter Kurzecks autobiographisches Romanprojekt. In: Hans Richard Brittnacher, Magnus Klaue (Hrsg.): Unterwegs. Zur Poetik des Vagabundentums im 20. Jahrhundert. Köln-Weimar-Wien 2008: Böhlau, S. 261-276 habe ich einen Ausflug zurück zum literaturwissenschaftlichen Arbeiten unternommen. Peter Kurzeck hat mich wie kaum ein anderer deutschsprachiger Autor des 20. Jahrhunderts beeindruckt und tut es noch. Ich bin überzeugt, dass sein Werk unsere Zeit überdauern wird.