Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Lektüren von Texten der 1983 in Sarvar in West-Ungarn geborenen Kinga Toth. Sie war 2022 unter den fünf Finalistinnen für den WORTMELDUNGEN-Essaypreis der Crespo Foundation und las damals aus ihrem Text „Mondgesichter“ über Menschen mit chronischer Krankheit, es waren eigenwillige poetische Prosaminiaturen, von denen aufgrund ihrer Genauigkeit in der Sprache, die mich an Kinder denken ließ, die ganz und gar in das Zeichnen eines Bildes vertieft sind.
Seitdem habe ich Kinga Toths Schreiben verfolgt. Für den Text „OstblockMädl“ erhielt sie in diesem Jahr in Klagenfurt den Kelag-Preis. Im Deutschlandfunk habe ich im Anschluss daran ihren Gedichtband „Mariamachina“, der bei Matthes&Seitz erschienen ist, rezensiert, als Buch der Woche, das heißt, mit viel Zeit für Genauigkeit.
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