Heike Gallmeier: Vertigo

Normalerweise schreibe ich Kritiken für Print und Hörfunk. Selten kommt es auch einmal vor, dass ich Texte lektoriere und mit den Autoren darüber diskutiere. Mit der Berliner Künstlerin und UdK-Professorin Heike Gallmeier verbindet mich seit Jahrzehnten eine unschätzbare Freundschaft. Ihre Texte für den Katalog „Vertigo“ zu lesen, mit ihr zu diskutieren und zu überarbeiten, war in anderer Weise spannend als die Reise, die sie in Ausstellungen und im Katalog ästhetisch transformiert. Die gemeinsame Arbeit an ihren Texten war auch eine schöne, abenteuerliche und eine glückliche „Reise“.

Der Katalog „Vertigo“ dokumentiert eine Reise von Berlin nach Northampton und die aus dieser Fahrt resultierenden Ausstellungen. Heike Gallmeier hat während ihrer Reise in einem zum mobilen Wohnatelier umgebauten Transporter aus gefundenen Materialien temporäre Installationen gebaut. Auf dem Weg durch Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und Großbritannien hat sie Autobahnen und Hauptstraßen vermieden. Anstatt die kürzeste Route zu wählen, ist sie auf Landstraßen und durch Wohngebiete gefahren. An ihrem Ziel, dem NN Contemporary Art in Northampton, angekommen, hat sie den Innenraum des Transporters in den Ausstellungsraum versetzt und, zusammen mit großformatigen Fotografien, die auf dem Weg gefundenen Materialien zu neuen Installationen verarbeitet.

Den von Andreas Koch grafisch  schön gestalteten Katalog gibt es hier.

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