Gertrud Kolmar-Lyrikpreis – Die Ausschreibung läuft

Das von Julietta Fix ins Leben gerufene Literaturportal Fixpoetry schreibt einen Lyrikpreis aus, der sich ausschließlich an Lyrikerinnen richtet. Gewidmet ist der Preis der vermutlich Anfang März 1943 in Auschwitz ermordeten Lyrikerin und Schriftstellerin Gertrud Kolmar. Die Ausschreibung findet sich hier.

Gemeinsam mit Esther Dischereit:  Lyrikerin, Essayistin, Theater – und Hörstückautorin, Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Nefeli Kavouras:  Kulturwissenschaftlerin, Schreibtrainerin, Olga Martynova: Lyrikerin, Essayistin, Übersetzerin, Bachmann Preisträgerin 2012 und Insa Wilke: Literaturkritikerin, Gutenbergs Welt (WDR3), lesenswert (SWR Fernsehen), Alfred Kerr Preis 2014, Bachmann Preis Jurorin seit 2018 werden wir eine Preisträgerin ausfindig machen.

Der Preis wird im September 2019 in Hamburg verliehen. Gefördert wird der Preis vom  Elbkulturfonds! Näheres hier.

Die Mayröcker-Variationen / „1 Häufchen Blume 1 Häufchen Schuh“ (Der Literaturbote, Oktober 2018)

Björn Jager, Leiter des Hessischen Literaturforums im Mousonturm, hatte zu Beginn des Jahres 2018 die Idee, eine Ausgabe des Literaturboten Friederike Mayröcker zu widmen. Ausgangspunkt für die „Mayröcker-Variationen“ ist ein Text, den die Autorin extra für die Zeitschrift geschrieben hat. Auf seiner Folie  sind zahlreiche Gedichte und Prosatexte entstanden. Ich habe den Essay „1 Häufchen Blume,  1 Häufchen Schuh“ beigesteuert.

Mayröckers Text kam in einer schönen kühlen Woche und stand nachher wochenlang auf einer Buchstütze auf meinem Schreibtisch. Als ich mit dem Schreiben des Essays anfing, lag die tägliche Durchschnittstemperatur bei 30 Grad. Ich habe also bei der Arbeit daran viel geflucht, einmal sogar wild geheult, weil mein Hirn bei der Hitze einfach nicht schnell genug denken, das sich entladende Gewitter, das ich sehnsüchtig in der Hoffnung aus Abkühlung heraufziehen sehen hatte, nur noch unerträglichere Luft verursachte. Sie war nicht mehr nur heiß, sondern auch noch feucht.

Nun ist es kühl und ich erinnere mich frisch an die Auseinandersetzung mit Mayröckers Text, dessen Energie der Autorin ihm aus jeder Zeile abzulesen ist. Und die Hitze ist vergessen, man schafft ja doch meistens, was man sich vorgenommen hat. Ob es den anderen Autor*innen beim Schreiben auch so warm war? Wer weiß.

Wer die vielgestaltigen Beiträge nachlesen will,  bestelle das Heft hier.